Dienstag, 16. September 2008

Nostradamus und die Nazis

Nostradamus und die Nazis
Astrologie und Aberglaube unter dem Hakenkreuz
Von Christian Blees
Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, hat die Astrologie in Deutschland Hochkonjunktur. Noch 1936 schickt Adolf Hitler den Teilnehmern des internationalen Astrologenkongresses in Düsseldorf ein persönliches Grußtelegramm. Schon zwei Jahre später aber wird jegliche astrologische Betätigung verboten: "Eine Lehre, die gleich gut sein soll für Neger, Indianer, Chinesen und Arier steht in schroffstem Widerspruch zu unserer Erkenntnis von der Rassenseele."

Insgeheim aber nutzen die Nazis mit Beginn des Zweiten Weltkrieges astrologische "Erkenntnisse" zur psychologischen Kriegsführung: Politisch opportune Astrologen werden beauftragt, die rätselhaften Weissagungen des Nostradamus aus dem 16. Jahrhundert im Sinne der NS-Ideologie zu deuten. Die entsprechenden Voraussagen werden in Form anonymer Flugblätter und Broschüren im Ausland veröffentlicht, um die Moral der gegnerischen Truppen zu untergraben. Auch lassen Astrologen ihre Pendel im Auftrag der Nazis über Seekarten kreisen, um gegnerische U-Boote aufzustöbern.
Das Feature 16.09.2008 · 19:15 Uhr

Sonntag, 7. September 2008

The Palin Choice

The Palin Choice - The Reality of the Political Mind
The Democratic responses so far reflect external realities: she is inexperienced, knowing little or nothing about foreign policy or national issues; she is really an anti-feminist, wanting the government to enter women's lives to block abortion, but not wanting the government to guarantee equal pay for equal work, or provide adequate child health coverage, or child care, or early childhood education; she shills for the oil and gas industry on drilling; she denies the scientific truths of global warming and evolution; she misuses her political authority; she opposes sex education and her daughter is pregnant; and, rather than being a maverick, she is on the whole a radical right-wing ideologue.

All true, so far as we can tell.

George Lakoff: The Palin Choice-The Reality of the Political Mind

Ring of Fire

Ramesh B. Weeratunga

Ring of Fire

Not bad, I like it!

Mittwoch, 25. Juni 2008

21st Century Schizoid Man


credits to Dave Monroe

Samstag, 21. Juni 2008

Cowboy - Time Will Take Us



Cowboy - Time Will Take Us (live)
"The Gregg Allman Tour" (1974)

Dienstag, 17. Juni 2008

Freaks erforschen ein Mysterium

38 Vorträge über einen Autor: Bei der "International Pynchon Week" wird der Held der Postmoderne ergründet

Der beste Mann kommt von der Ersatzbank. Eingesprungen ist Douglas Lennark für einen ausgefallenen Redner und spricht - mehr oder minder frei und hinter einem beängstigenden Durcheinander von handgeschriebenen Papieren - fulminant über den Schriftsteller Thomas Pynchon. "Liebe, Transzendenz und wie die Sternlein stehen" könnte der Vortrag heißen, so klar ist das nicht; es ist auch nicht so wichtig, was er sagt, sondern wie er es sagt, atemlos und mit Ehrfurcht vor seinem Idol. "Ich bin vom Fanklub", sagt er zur Begrüßung.

Lennark spricht einen lustigen schottischen Akzent, ist Jahrgang 44 (sieht aber älter aus), hat graue, zu einem Pferdeschwanz gebundene Haare, ein ungesundes Zahnbild und dicke Brillengläser. Er ist ein Freak, einer, der Geburtsdaten und den damit verbundenen astrologischen Konstellationen der Romanfiguren von Thomas Pynchon hinterherstöbert und nicht müde wird, auf die außergewöhnliche Sonne-Uranus-Konjunktion hinzuweisen, unter der Pynchon geboren wurde. "Am achten Mai, am Tag des Genies", sagt er, und der Zuhörer fragt sich eine Sekunde verstört, welche Verbindung wohl dahintersteckt, dass acht Jahre nach seiner Geburt die Wehrmacht kapitulierte.

von Matthias Wulff, DIE WELT, 15. Juni 2008

Wenigstens den Namen des Referenten hätte der Autor richtig recherchieren können. Es handelt sich natürlich um Douglas Lannark, dessen Ausführungen zu Tyrone Slothrops Horoskop man in dem Aufsatz Paperware to Vaporware, The Nativity of Tyrone Slothrop nachlesen kann.

Vatikan sperrt "Illuminati"-Team aus

Heiliges Machtwort: Der Vatikan verbietet dem Filmteam von "Illuminati", in Roms Kirchen zu drehen. Der Grund: Der Bestseller zum Film stammt von Erzfeind Dan Brown. Allein sein Name reichte für die Ablehnung.
www.spiegel.de, 16.06.2008